6 Tage Saalbach mit BikerMania

Im Mai 2008 genehmigte ich mir 4 Tage Urlaub u besuchte mit 2 ebenso Mopped-Verrückten unsere suedlichen Nachbarn, um dort etwas in den Huegeln Rum zu kurven und die Veranstaltung BikerMania mit unserer Anwesenheit zu beehren!

Sonntag! 18.05! 7 Uhr! Gisela u Lina machen sich gleich auf den Weg, um zu unseren alpenlaendichen Nachbarn zu fahren und dort einige Tage zu touren. Ich habe mir ueberlegt, morgen frueh hinterher zu fahren, da ich gerade erst aus dem Nachtdienst komme und nicht Gefahr laufen moechte, unterwegs irgendwann auf der Dosenbahn einzuschlafen.
Montag! 19.05! 6 Uhr! EIGENTLICH wollte ich jetzt losfahren, drehe aber lieber noch ne Runde auf der anderen Seite und fahre erst gg 9:30 Uhr los. Ab auf die A3, dann bei Ulm gewechselt und um kurz nach 12 steh ich auf nem Autobahnparkplatz bei Dasing und es wird ne Zwangspause eingelegt, die aber dank eines gr dt Automobilclubs und eines ortsansässigen Zweiradhändlers noch am gleichen Tag behoben werden konnte ;-(
Bis zur "Zwangspause" hatte ich vor, einen Abstecher über Italien zu machen und von dort nach Saalbach zu fahren! Dieses Vorhaben wurde aber durch die unaufhaltsamen Bewegungen zweier Zeiger auf einem Meßinstrument, welches man auch Uhr nennt, zunichte gemacht..........und nicht zuletzt wegen der Zwangspause ;-(
Da ich am Montag noch ankommen wollte, wurde Italien also gestrichen und es wurde der direkte Weg genommen. Eine Vignette hatte ich schon ans Mopped gepappt und so kam ich dank der Autobahn so schnell es die oesterreichichen Verhältnisse zuließen, voran. Mittlerweile war es 18 Uhr, aber ich hatte keine Ahnung, wie lange es noch dauern würde, bis ich in Saalbach ankommen wuerde. Also mal wieder rechts ran und einen Blick auf die Karte werfen ;-)
Dabei merkte ich, daß man auch den Maßstab der verschiedenen Karten beachten sollte, um die Entfernung richtig abschaetzen zu koennen; aber hinterher iss man immer schlauer. In diesem Moment donnerten 2 Moppeds mit OstFrankfurter und Gi essener Kennzeichen vorbei!ALSO WAR ICH AUF DEM RICHTIGEN WEG!!!!
Die beiden waren so flott unterwegs, daß sie keinen Blick an hilflose, umherirrende Moppedfahrer am Straßenrand verschwenden konnten! Kurz bevor sie bei Maishofen ins Tal abbogen, hatte ich sie eingeholt bzw mich Ihnen angeschlossen und als wir in Saalbach in der Garage der Pension parkten, wussten sie auch, wer Ihnen gefolgt war! Die beiden hatten wohl auch "einige" km zurückgelegt und so wurde am Abend nur noch etwas gegessen und 1 Schlummertrunk genuegte, um den Tag zu beenden.
 
 
Der Dienstag begrüßte uns mit ...Regen, Bergspitzen die im Nebel verschwunden waren und recht tiefen Temperaturen hier oben auf gut 1000m Seehöhe. Also was tun? Erst mal frühstücken u dann uU doch mal npaar km fahren. Als der Regen dann etwas nachgelassen hatte, spazierten wir etwas durch den "toten" Ort, da am heutigen Dienstag noch alles geschlossen hatte und es wohl erst am Donnerstag etwas lebhafter wurde. So verging der Dienstag ohne aufs Mopped gestiegen zu sein und gg 22 Uhr hofften wir auf einen besseren Mittwoch!
Mittwoch: Nach dem Fruehstueck stand die Route für diesen Tag schon so gut wie fest. Es ging nach Norden Richtung Berchtesgaden u Roßfeld-Panoramastraße, allerdings bekamen wir von dem Panorama nix mit, da es sich in den Wolken versteckte. Da es außerdem noch naß und kalt war, hatten wir nichts gegen etwas warmes zu trinken einzuwenden, als wir wieder etwas mehr sehen konnten, als die Hand vor den Augen!
Noch ein kl Umweg gefällig? Nöö. heute lieber nicht, war die einhellige Meinung. Also ab nach Hause u die Moppeds in die Garage! So langsam ließen sich auch schon einige der HD-Fraktion blicken, wobei "HD" hier ruhigen Gewissens für Hänger Division stehen könnte, da überall Moppeds von solchen --- bei HD-Fahrern äußerst beliebten-- Transportmitteln in allen Größen und Varianten abgeladen wurden.
Donnerstag: Gibts nicht viel zu sagen, denn: fahren war angesagt. Richtung St.Johann i Pongau, Ri Salzburg, Scheffau, Gosau, Hallstätter See, Bad Aussee, Abstecher ueber die Tauplitzalm-Alpenstrasse, Groebming, Soelkpass, Tamsweg; Hier schlug die Uhr zu und wir mussten, um nicht zu sehr ins Dunkle zu geraten, ab hier die Dosenbahn nehmen. Der Tauerntunnel mit 6,5 km wurde durchfahren u bei St.Johann konnten wir die Richtung Maishofen und damit Hinterglemm wieder einschlagen! 466 km waren ne stolze Leistung fuer die Witterungsverhaeltnisse u die Umwege, die wir an diesem Tag hinter uns gebracht hatten.
Freitag: Heute konnten die Mädels mal ohne Pausen fahren, d.h. sie konnten auf die Ihnen lästigen 2 Kaffeepausen u einige Fotostopps verzichten. Ich schlug Richtung Scheffau ein, um der Bikerranch mal nen Besuch abzustatten. Aber der Verkehr heute war einfach nur zum davonfahren. Also ab auf Nebenstraßen, soweit diese existierten. Nach einer kleinen Ewigkeit ---zumindest kam es mir so vor--- erreichte ich Scheffau und suchte die Bikerranch. Das Schild sofort zu sehen wäre wohl zu einfach gewesen und so nahm ich mir erstmal die fabelhafte Strecke den Berg hoch vor. Dem folgte eine Strecke durch ein Waldstück u anschl stand ich an einem herrlichen Fleckchen Erde. Wie sich später herausstellte, war es der Hintersteiner See, an dessen Ufer ich ein paar km entlang tourte, bis ich zu einer Jausenstation kam, wo endgültig Schluß war! Also zurück, .....an den vielen Wanderern u komisch anmutenden Nordic-Walking hechelnden Leuts vorbei, die mich alle anstarrten, als sei es hier verboten Mopped zu fahren?! War es das!?
Das Schild zur Bikerrach war ....von der falschen Seite kommend... nicht zu übersehen und so genehmigte ich mir 3 min später dort erstmal nen Kaffee.
Als Rückweg nahm ich eine andere Strecke, da ich den Baustellen vom Vormittag nicht noch nen Besuch abstatten wollte. Gegen 16 Uhr öffnete ich das Garagentor an der Pension u stellte fest, daß die beiden Moppedfahrerinnen noch unterwegs waren. Gerade als ich eine schöne warme Dusche genommen hatte u mir das Spektakel im Ort etwas ansehen wollte, liefen die beiden auch ein u hatten wohl eine nicht so erfreuliche Tour hinter sich, da sie es unbedingt ausprobieren wollten, wie sich der Großglockner bei Eisregen fahren läßt ;-(      Man (in dem Fall besser Frau) gönnt sich ja sonst nix!
Etwas später standen wir dann zw Klamotten u sonstigen Accessoires die das HD Emblem trugen. (Was es da nicht alles für nen Sch... gibt) Der Abend wurde dann genutzt um dem langsam aufkommenden Treiben etwas zuzuschauen, einen Schlummertrunk zu nehmen u dem Abreisetag entgegenzusehen.
 

 Samstag: Strahlend blauer Himmel begruesste uns am Morgen und beim Fruehstueck hiess es, eigentlich schade, heute abzureisen, aber ........ das Zimmer war heute schon wieder vermietet. Also packen u ab auf die Strasse. Da wir zuerst mal etwas schneller voran kommen wollten, ging es auf der Dosenbahn der Grenze entgegen. Da ich unterwegs noch etwas Oel für meine NTV besorgen wollte, verabredeten wir, uns nach der Abfahrt von der Autobahn Richtung Fernpaß wieder zu treffen. Die beiden fuhren los und ich besorgte mir nen halben L Oel, um dann Richtung Autobahn bei Woergl zu fahren. Unterwegs kam ich allerdings noch an ner Flugshow vorbei, wo ich mir die Stunts der 4 Doppeldecker etwas anschaute.
Dann goennte ich mir kurz vor Woergl noch nen Kaffee um anschl die A12 bis Telfs nicht mehr zu verlassen. Hier folgte ich der Beschilderung Fernpaß u an der ersten Tanke an der B189 standen Lina u Gisela auch schon u machten sich am Gepaeck zu schaffen! Anscheinend hatte ich ein gutes Tempo vorgelegt, denn die beiden waren noch keine 10min da. Also den Tank voll gemacht u ab Ri Fernpaß. Es wurde keine Tour sondern eine TORTUR! Lkw ohne Ende u einen zu ueberholen bringt nicht viel, weil dann noch ca 167 andere folgen ;-(
Also erstmal ne etwas ausgiebigere Pause gemacht u den vielen Moppedfahrern zugeschaut, die sich hier "ruff unn runner" quälten. Dann hiess es, sich in die Schlange einreihen u sozusagen im Konvoi fahren
Hopferau mit dem Gasthof Engel (siehe Alpen- u Kroatien-Tour von mir) wurde durchquert und die Preise an den Zapsaeulen sagten uns, daß wir uns wieder in Deutschland befanden. Der Weg zur A7 gestaltete sich sozusagen auch recht gemuetlich aber dort konnten wir endlich mit ca 120km/h der Heimat entgegenfahren. 7, 8, 5, 67 waren die Autobahnen, die wir bis nach Hause nicht mehr verliessen, wo ich irgendwann nach 21 Uhr aufschlug.
Genau 2507 km waren in diesen 6 Tagen zusammengekommen, wovon 755 auf den heutigen Samstag entfielen.


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©  by w.schmidt