Sardinien-Korsika-Tour im Mai 2011

Seit ich im Sommer 2010 einen Bericht ueber "Sardinien mit dem Motorrad" gelesen hatte, stand fest, da faehrste auf jeden Fall mal hin und da der BU-ST Dietzenbach seine angepeilte Sizilien-Tour schon im Fruehjahr 2011 absagte, stand mein Entschluß fest; also im Fruehjahr 2011 gehts dann eben nicht nach Sizilien, sondern auf die andere Insel mit "S". Das gemeinsame fahren mit den Netbikern zerschlug sich dann wegen Unterkunftsproblemen auch und so fuhren wir (Gisela und ich) eben alleine Richtung Italien.
Freitag: der erste Urlaubstag gestaltete sich mit knapp 5 km Anfahrt nicht sonderlich strapazioes ;-) ;
5 km ist die Entfernung von der Garage bis zur Verladung der Moppeds auf den db-Weicheiautoreisezug, den wir fuer die Hinreise gewaehlt hatten. Ein Selbstmoerder, der sich vor den vor uns fahrenden Zug geworfen hatte, bescherte uns unterwegs 2 Std unplanmaessigen Aufenthalt, aber das war das Einzige, was den "Fahrplan" bis Alessandria etwas durcheinander brachte. Beim entladen der Deauville dann gab es ein kleines, aber im wahrsten Sinne des Wortes ein schwerwiegendes Problem, welches sich dann spaeter noch einmal wiederholen sollte ;-( . Fast 250 kg ueber die Rampen eines Autozugs zu schieben,.... da kommt man ganz schoen ins schwitzen

 
hoffentlich wird die Ville nicht seekrank Samstach: fuer heute stand "nur" die Fahrt ins ca 250 km entfernte Livorno auf dem Programm, um abends rechtzeitig die Faehre nach Sardinien zu erreichen, was sich zwar nicht schwierig gestaltete, aber uns doch einiges an Nerven abverlangte. Die SS1 iss ja nicht gerade eine der wenig befahrenen Routen und so suchten wir uns eine Alternative, um Livorno zu erreichen. Gesagt, getan und als es langsam Abend wurde, hatten wir den Hafen erreicht und stellten die Moppeds erst mal dort ab, da wir keine Lust mehr hatten, fuer 2 Std nochmal in den Ort oder sonstwo hin zu fahren um die Zeit bis zur Abfahrt etwas zu verkuerzen.
Gegen 22 Uhr gings dann auch los, die Faehre lief ein, spuckte ne Unmenge an Lkw, Pkw und Wohnmobilen aus, was sich als recht langwierig erwies und dann wurden doch schon alle wartenden Motorradfahrer herangewunken, auf die Faehre zu fahren um dort im wahrsten Sinne des Wortes jedes kleine Eckchen auszunutzen und ihre Moppeds genau in die Ecken zu fahren, damit sie dort "mehr Schein als sein" festgezurrt wurden ;-(
Zu der Jahreszeit sind die Faehren noch nicht so voll und so war es uns moeglich, mehrere Sessel zu belegen und doch einigermassen bequem noch etwas Schlaf zu bekommen, obwohl die ganze Faehre beim auslaufen aus dem Hafen und auch dann waehrend der Ueberfahrt relativ laut war. Fazit des Tages: knapp 280 km, die gefahren werden mussten, von denen aber nur knapp 50 km in den Bergen entspannend waren.

 
Sonntach: Nach der Ankunft auf Sardinien gings es erstmal Richtung Sueden, Hauptsache aus Olbia raus; auf der SS131 bis Vadeccia, dann ca 4 km auf der SS125 retour bis nach Porto San Paolo, um beim dort bereits gebuchten Hotel zu fragen, ob wir das Zimmer nicht schon jetzt, um 10 Uhr vormittags beziehen koennten, was mit einem freundlichen "Yes" beantwortet wurde. Also erst nochmal 2 - 3 Stdchen richtig schlafen. Anschl. schauten wir uns erstmal den recht kleinen Ort zu Fuß an und fanden dann sozusagen direkt hinter dem Hotel eine kleine Bucht mit herrlichem Blick aufs Meer. Gar keine sooo schlechte Wahl also! Nachmittags fuhren wir noch etwas die SS125 an der Kueste entlang, schauten uns die kleinen Ortschaften an um auf dem Rueckweg die SS131 und erneut die 125 bis zum Hotel zu nehmen, um es mit 183 km genug sein zu lassen fuer diesen Tag. huebsches Hotel, schoene Zimmer, freundl. Personal

 
unnerwegs Montach: Oh, oh, beim Blick aus dem Fenster dachten wir, na das faengt ja gut an, da es regnete und der Himmel rundum wolkenverhangen war; das aenderte sich auch bis Mittag nicht, aber dann hatte doch jemand ein Einsehen und die Regenwolken verzogen sich so langsam. Also machten wir uns auf, doch noch die eine oder andere Ecke zu erkunden. Olbia, Oschiri, Pattada, Bultei, Nughedo di San Nicole, Ozieri, 199, Oschiri, Olbia, Porto San Paolo hiessen die Orte der kleinen Rundtour, bei der an diesem (halben) Tag immerhin noch 212 km zusammen kamen

 
unnerwegs haben die Vorfahrt Dienstach:348 km sollten es heute lt Plan werden; SS125 San Teodoro, Siniscola, Orosei, Dorgali, Cala Gonome mit einer herrlich kurvigen Stichstraße ans Meer runter, die einfach sein muß, Oliena, zu Nostra Signora de Su Monte, nach Nuoro mit einem Irrgarten an Straßen, die weder beschildert, noch besonders gut ausgebaut sind, wo man aber schnell beim langsam fahren an seine fahrerischen Grenzen gelangt; Orune, Bitti, recht kurvig nach Lode und Siniscola, auf der 131 nach San Teodoro, dann die letzten paar km wieder auf der SS125 nach Porto San Paolo zurueck. Blick vom Balkon in den abendl. Himmel

 
an der Costa Smeralda Mittwoch: Heute stand umziehen auf dem Programm, oder besser gesagt, ab nach Olbia, da ein anderes Hotel die Ehre haben sollte, uns fuer die naechsten 3 Naechte beherbergen zu duerfen. Also vorher kurz angerufen, ob es auch dort moeglich ist, schon so gg 11 Uhr das Zimmer beziehen zu koennen, damit wir dort unser Gepaeck schon mal abladen konnten um dann noch etwas an der Kueste entlang zu fahren. Gesagt getan, aber Olbia mit m Mopped iss einfach nur aetzend; aber erstmal mussten wir durchhalten und uns bis zum Hotel auf der Via Aldo Moro durchquaelen. Hier gilt: wer bremst oder zoegerlich ist, hat schon verloren. Aber beim dritten Kreisel wurde ....mehr oder weniger UNS .... die Warterei zu bunt und wir beschlossen, uns der italienischen Fahrweise anzuschließen, was auch ...dem einen oder anderen.....auf Anhieb klappte, wie ich am bremsenden Querverkehr bemerkte.
Nach Erreichen des Hotels,...absatteln,... anmelden,...Gepaeck aufs Zimmer und dann nochmal ab in Richtung Costa Smeralda. Auf der SP82 gings Richtung Golfo Aranci, Marinella, Porto Rotondo bis Baja Sardinia, um ueber Arzachena mit ner kl Kaffee- Cola- und Eis-Pause, am Lago di Liscia vorbei und Calangianus retour nach Telti und Olbia zu gelangen. 201 km standen am Tagesende mehr auf der Uhr

 
die iss ja kaum zu bremsen Donnerstach:grober Streckenverlauf: Olbia, Tempio, Monte Limbara mit herrlicher Auffahrt zum Gipfel, der selbst allerdings "weniger wunderschoen" iss, Ri Perfugas durch lauter Korkeichenwaelder, Santa Maria Coghinas, Valledoria, Castelsardo mit "guckst-du-Stopp" und "Sardischen-Spezialitaeten-essens-Stop", ueber kleine kurvige Strassen nach Sorso, Osilo, um bei Chiaramonti die SS132 bis zur 597 zu nehmen, die uns bis Olbia zurueck bringt, da es mittlerweile schon wieder laengst Zeit ist, den Rueckweg anzutreten.
Nicht ganz 300 km zeigt der Logger, genau sind es 299,8 km
wir fahren strahlend wieder retour

 
Freitach:SS169, Oschiri, Tula, Perfugas, Castelsardo mit , Porto Torres, Stintino mit dem groessten Reinfall was Essen betrifft ;-( , dafuer aber unschlagbar an Aussicht u Meer, Olmedo, Sassari, Mores, Ozieri, Buddoso, Ala dei Sardi, Padru, Olbia
etwas reichlich heute die Tour mit 426 km

 
Samstach: Adieu Sardinien, willkommen Korsika hieß es heute; wir wollten die Westkueste der französischen Insel abfahren und auch mal bei Gerald,(ein Bekannter aus Kaernten, der auch ne VF750C faehrt) der heute auf Korsika mit seinen Kumpels ankommt, vorbeischauen, was wir schon einige Zeit zuvor verabredet hatten. Also von Olbia ab nach S.T.d.G. um dort die Faehre, der nicht ganz ne Std dauernden Überfahrt rechtzeitig zu erreichen. In Bonifacio dann vom Hafen hoch ueber die Stadt, n kurzen Fotostopp eingelegt und dann ging es auch schon erstmal grobe Richtung Ajaccio. Aber direkt ist ja langweilig, außerdem sieht man auf den Straßenkarten ja, daß dort ganz oft vergessen wurde, zw den Kurven die Geraden einzubauen; also erstmal den kurzen Umweg einschlagen, wobei "kurz" sich zwar auf die Entfernung, was Luftlinie angeht, bezieht aber durchaus nicht auf die wirklich zu fahrenden km oder gar die Zeit;
irgendwo in den Bergen bekamen wir das dann zu spüren und da wir uns fuer den Abend mit Gerald in Sargone verabredet hatten, hieß es, liks ab, Richtung Ajaccio einschlagen; aber es war schon wieder mal recht spät und bis Sargone haetten wir es vor 21 Uhr eh nicht mehr geschafft, also lieber anrufen und sagen, daß es heute nicht mehr zu schaffen ist. Aber morgen iss ja auch noch n Tag und so verschieben wir das Treffen eben um einen Tag, schließlich sind wir ja frei in der Planung, da hier auf Korsika noch nichts an Unterkunft gebucht ist. In Propriano am Golf du Valinco dann haben wir nach kurzem Suchen ein huebsches Hotel in wunderschoener Lage gefunden. Also wieder Gepaeck runner, rauf aufs Zimmer u kurz spaeter nochmal kurz nach Propriano rein; huebsches Staedtchen wo man sich noch n Augenblick aufhalten kann, .... wenn auch nicht gerade in der Schicki-Micki Pizzerei;
Mopped abgestellt und was kleines zum essen gesucht; die ersten 2 Lokalitaeten ließen wir wegen des noblen schicki-micki Aussehens liegen und begaben uns statt dessen lieber in eine Pizzeria, in der schon einige Einheimische heftigst an den Tischen palaverten! Gute Wahl, die wir getroffen hatten und nachdem der Magen zufrieden war, machten wir uns in aller Ruhe zurueck zu den Moppeds um anschl. in der Bar des Hotels, besser gesagt im Garten noch etwas zu trinken und den Tag ausklingen ließen. 193 km kamen an diesem tag zusammen.

 
9 km Schotterpiste
nach 8 Std will auch der Magen mal was haben
Sonnenuntergang
Sonntach:Von Propriano gings erstmal zur D69, die bei einem Blick auf die Landkarte schon danach verlangte, gefahren zu werden.
Cargiaca, Col de Vidola, Aulene, Fozzaninco, Col de la Vaccia, Frasello, Cozzano, Palneca, Chiraldino, Col de Verde, Ghisono, dann noch einige herrliche Kurven und dann auf die N193; so zumindest die Theorie! Von diesen meist kleinen Orten war eines weniger interessant als das andere und in den wenigsten gab es eine Bar, in der man einen Halt einlegen konnte um sich den morgendlichen Espresso bzw Cola einzuverleiben; in Cargiaca bot sich eine Gelegenheit zum Stopp fuer den Muntermacher an mit herrlichem Ausblick in die waldreiche Umgebung. Wie uns ein Berliner Motorradfahrer mitteilte, der ebenfalls gerade hier ankam, war der Zustand der D69 nicht gerade das, was man als gut bezeichnen konnte, aber erleben bzw "erfahren" sollten wir es selbst. Schon einige km weiter war es dann soweit; Statt nicht ganz so gut, haette er ruhig geschottert sagen koennen, denn das waren die gesamten 8,5km Unterwegs begegneten uns dann noch einige Oldtimer auf vier Raedern, die wohl auch lieber auf dieses Erlebnis verzichtet haetten. (Meinem Mopped sind heute noch die Spuren dieser Tortour anzusehen. Als wir dann gegen 16 Uhr Gerald bescheid sagten, daß wir jetzt bald auf der N193 waeren und dann auf direktem Weg nach Ajaccio und Sagone fahren wuerden, ahnten wir noch nicht, was uns schon 10min spaeter widerfahren sollte!
Das erste Verbotsschild ignorierten wir, da einige Autofahrer dies ebenso taten. Einfach so tun, als ob da nix gewesen waer, aber schon knapp 500m weiter versperrten uns eine Kette und ein nochmaliges Verbotsschild die Weiterfahrt endgueltig; kurz nachgefragt bei nem Einheimischen, der aussah, als haette er die 100 schoen ueberschritten, aber was er runter leierte konnte ich nicht verstehen, nur dass sein fuchteln bedeuten sollte, DA GEHTS NICHT WEITER!
Also retour in den Ort und ueber kleinste Straesschen und noch kleinere Orte ging es endlich zur D143, ohne daß unterwegs irgendwo ein Umleitungsschild oder irgendetwas derartiges zu entdecken war; dementsprechend oft mußten wir anhalten u nen Blick auf die Karte (ja Karte; das Navi war nur fuer Notfaelle da und der war ja noch laaaaange nicht eingetreten) werfen bis wir nach gut 30 min dann endlich die N193 erreichten; (wobei man letztendlich sagen muß...diese Umleitung war einer der schoensten Strecken, die wir auf Korsika gefahren sind) ; jetzt aber ab Ri Ajaccio und gut 15km weiter hatten wir auch die Einmuendung der D69 erreicht, wo wir eigentlich schon vor ner knappen Stunde haetten sein sollen/wollen! Aber,...........thats Life, oder C´est la vie, wie die Franzosen es ausdruecken.
Und dann mußten wir uns auf der N193 schon wieder eines besseren belehren lassen. Auf schnellstem Weg nach Ajaccio ging schon mal gar nicht, da die N193 genauso kurvig und bergig ist, wie der Rest der Strassen hier; also schnellstens die Ankunftszeit nochmal durch den Kopf gehen lassen und lieber mal 19 Uhr vorsehen statt kurz vor 18 Uhr. Ein kleiner Imbisswagen aber ließ alle Vorsaetze Vorsaetze sein und veranlasste uns geradezu dort noch einen Stopp einzulegen und nach der kurzen EspressoCola-Pause heute vormittag doch nochmal den Moppeds (und uns) etwas Ruhe zu goennen. Ein frisch zubereitetes Baguette mit frischen Salaten, einem frisch gekochten Ei und herrlicher Salami und Kaese weckten die Lebensgeister und der herrliche Rastplatz tat ein uebriges dazu.
Ne halbe Std machten wir uns dann auf zur letzten Etappe ueber die N193, an Ajaccio vorbei auf die D81 bis nach Sagone; Dank der super Wegbeschreibung von Gerald (hinter der Telefonzelle rechts rein, dann die erste links u dann die dritte Einfahrt) fanden wir die Alpenbiker auf Anhieb; Gerald hatte wohl schon die Motorengeraeusche vernommen, denn er stand i d Einfahrt und wies uns ein ;-)
Hallo und einenen schoenen guten Abend allerseits, war zu vernehmen und nach kurzer Begruessung sassen wir mit einem Bier in der Hand auch schon auf der Terasse der Villa Napoleon im Kreise einiger österreichischen Kurvenkratzer. Ein abendlicher Spaziergang ans Meer mit allerhand eindeitig zweideutigen Fotos folgte noch und anschl beendeten wir den Tag mit etwas Wein u Palaver.
237 km

 
Montach:Ein gemeinsames deutsch/österreischiches Fruehstueck auf Korsika beendete dann unseren Kurzbesuch, da wir unterschiedliche Ziele fuer diesen Tag hatten (die Fahrweisen haetten aber auch bestimmt nicht zueinander gepasst).
Gisela und ich wollten weiter an der gesamten Westkueste entlang, der D81 folgend, die es in allen Belangen mit der D69 aufnehmen kann, was Kurven und Aussichten angeht und in Puncto Strassenbelagsqualitaet kann sie sogar noch was drauflegen ;-(     (nach dem Motto: schlimmer gehts immer)
Cargese, Piana, Porto, Vetriccia, Osani, Le Fango, Olmo, Argentella, Schotterpiste, Col de ....., Calvi, N197 und erneut ueber die D81 nach St.Florent; als wir vom Berg her den Ort sahen, ........ fantastisch; nicht zu gross, huebscher Hafen und am Ortseingang ne Tanke. Also wieder das hier obligatorische E10 wenn auch nicht explizit gekennzeichnet rein geschuettet und beim bezahlen auch gleich den Tankwart gefragt, ob er hier nicht ein nettes kleineres Hotel kennen wuerde; "Mais oui" und keine 10min spaeter hatten wir und die Moppeds eine huebsche Unterkunft fuer die Nacht gefunden.
Da es gerade mal kurz vor 18 Uhr war, standen einer erfrischenden Dusche u 10min Ruhe nix im Wege, um anschl noch etwas durch die geoeffneten Laeden und Geschaefte zu bummeln. So langsam meldete sich dabei der Magen, nach dem Motto: "und was iss mit mir, wohl vergessen?!" Die Hafenpromenade mit ihren zig Restaurants und den herrlichen Aussichten aufs Wasser lud geradezu ein, sich hier niederzulassen und so nahmen wir das letzte Lokal an der Promenade, welches die beste Aussicht auf die Bucht bot.
Das Essen schmeckte ganz hervorragend und bei dem herrlichen Sonnenuntergang, der dazu noch kostenlos geboten wurde, nahm der Tag dann bei einem abschließenden Cocktail sein Ende. 208 km
herrliche kleine Hafenpromenade

letzter Blick auf Bastia
Sardnia-Ferries
Dienstach: Bis zur Faehre in Bastia waren es nur noch knappe 30 km, aber fuer die Runde ueber Pino und Marine-de-Lur war es dann doch etwas knapp; also entschlossen wir uns auf direktem Weg nach Bastia zu fahren, aber seeeehr gemuetlich. So legten wir kurz vorm Hafen noch eine ausgiebige Pause in herrlicher Lage ein und nach ner guten halben Stunde reihten wir uns wieder in den Verkehr zum Hafen ein und bevor wir uns versahen, hatten wir auch die Einfahrt schon erreicht und standen vor der Faehre, die uns wieder aufs Festland bringen sollte. Aber bis dahin hatten wir noch 2 Stunden Zeit und die verbrachten wir dann,....wie sollte es auch anders sein,.....mit Mopped fahren. Kurzer Blick auf die Karte, wo sich ein kleiner "Rundtrip" geradezu nochmal anbot; also auf der D80 raus der Stadt nach Norden, bis die D31 nach Santa-Maria-di-Lota abzweigte; hin u wieder beschlich mich ja ehrlich gesagt doch das Gefuehl ob wir hier wirklich richtig sind?!, da die herrlich zu fahrende Straße immer weiter Richtung "weg vom Meer" ihren Verlauf nahm; aber die Ortsschilder Santa-Maria-di-Lota, Castagnetu, Guaitelle stimmten mit den Namen derer ueberein, die auch auf der Karte zu sehen waren, also konnte es kein Zufall sein und wir fuhren weiter; bei Casevecchie war dann zu lesen Centre Ville und bevor wir uns versahen, ging es auch schon in Haarnadel aehnlichen Kurven wieder bergab, um uns nach insgesamt knapp 40 - 50 min wieder in den stockenden Verkehr in Bastia einzureihen.
Nach knapp 200m aber gab es kein Zoegern, da wir die Einfahrt zum Hafen beinahe uebersehen haetten; franzoesische Staus sind nunmal nicht sonderlich interessant, also schwupps, schnell den Fahrweisen der Einheimischen angepasst und schon hatten wir das Tor zum Ziel unseres Trips auf der Insel erreicht.
Nun waren es noch knappe 30min, die uns bis zum ablegen verblieben und schon wurden wir in Reihe 2 herangewinkt, um uns bei den hier wartenden Motorradfahrern einzureihen. Die gleiche Prozedur wie schon auf den beiden Ueberfahrten vorher, Moppedfahrer als erste rein, ab in die Ecken, wo Autos keinen Platz haben, das Personal verzurrt wenn man das "huschhusch festbinden" ueberhaupt so nennen kann die Motorraeder, Helm anschliessen, Tankrucksack mitnehmen und ab zum Oberdeck, wo es bei diesem herrlichen Wetter auszuhalten ist. bis auf die Lautstaerke, die der Verkaeufer des kleinen Ladens auf dem Sonnendeck hier oben aus den Lautsprechern herausblasen laesst; wir haben zwar noch 2 Liegen erwischt die wir etwas abseits schattig aufstellen, ohne Laermbelaestigung geht es allerdings auch hier nicht ab. Aber schon legen wir ab und es wird ein letzter Blick auf den Hafen und die Stadt geworfen, bevor es auf ruhiger See Richtung Livorno geht.
Zurueck auf dem italienischem Festland in Livorno schlugen wir zuerst mal wieder die uns bekannte Richtung zur SS1 ein, um am Flughafen Gallileo Gallilei, an San Giuliano Terme, Lucca vorbei zu kommen. SP1, hinter Montemagno kurvig nach Capanne, um bei Pietrasanta wieder auf die Kuestenstrasse zu gelangen und in Forte dei Marni das bereits gebuchte Hotel zu suchen und zu finden, welches sich als "ok" entpuppte. An der Rezeption wurde uns dann bereits eine nette kleine "Pizzerei" empfohlen, falls wir noch etwas essen wollten, da die Kueche des Restaurants bereits geschlossen hatte. Die empfohlene Lokalitaet fanden wir zwar nicht, dafuer aber eine schnuckelige kleine "Pizzerei" etwas abseits der Touri-Fallen, in welcher wir die besten "Kleinigkeiten" unseres gesamten Italien-Aufenthaltes aßen;
Der Rueckweg zum Hotel dauerte 10min laenger, da wir hier und da noch etwas "Schaufenster bummelten".
Die auf dem Mopped zuruckgelegten km des Tages beliefen sich auf 226 km

 
meine Fahrt nach Canossa Mittwoch:Diese ganzen aetzenden Orte, wie ViaReggio, Forte dei Marni, Marina di Massa, Marina di Carrara, die unverstaendlicherweise recht beliebt sind, ziehen sich ja wie Kaugummi an der Kuestenstrasse und dann noch der ganze LkW-Verkehr veranlassten uns nach einigen km, sofort ins "Hinterland" Richtung Reggio nell Emilia zu verschwinden. Aulla, Fivizzano, Busana, Castelnovo ne Monti,Canossa hiessen die durchfahrenen Orte, um dann Richtung Parma einzuschlagen.
Eigentlich wollten wir ja noch bis zum ComerSee, aber angesichts der schon fortgeschrittenen Uhrzeit und des recht langsamen vorankommen, sah ich den ComerSee als abgehakt; aber ich sollte mich taeuschen, wir passierten Brescia und erreichten relativ spaet Lecco am ComerSee, wo auf Anhieb kein Hotel zu finden war; auf Nachfragen wurde uns als Alternative zum NH-Hotel das Hotel-Alberi genannt, welches direkt am Ufer des Sees lag und in dem wir auf der etwas ruhigeren Rueckseite zu recht spaeter Stunde ein tolles Zimmer fuer die Nacht fanden. Als es schon dunkelte, machten wir uns nocheinmal auf, um dem Magen fuer diesen Tag auch etwas zukommen zu lassen. Ne gute halbe Std spaeter saßen wir bei Rotwein und Pasta in der "Altstadt" und genossen den letzten Abend in Italien, da morgen "Heimat" auf dem Tourplan stand. Bei recht schwuelem Wetter waehrend des Tages genuegten dann auch die 355 km

 
Donnerstach:Lecco, bei Nieselregen auf der SP72 am ComerSee entlang, Chiavenna, Madesimo, am Lago di Montespluga vorbei in die Schweiz, um recht kurvig nach Berghus, Schwarzhuette und Splügen zu gelangen. Andeer, Thusis, Chur und Maienfeld ließen wir hinter uns und schon hatten wir Liechtenstein erreicht, wo wir auch froh waren, es nach schier einer Unendlichkeit hinter uns gelassen zu haben. Aber alles, was dann bis Dornbirn kam, war um keinen Deut besser, es war einfach nur aetzend hier voran zu kommen.
Als wir Immenstadt im Allgaeu nach "uups, das iss bissje die falsche Richtung" erreichten, hatten wir aber auch genug fuer diesen Tag und am Marienplatz fanden wir ein Gasthaus, wo auch die Moppeds nicht auf der Straße rum zu stehen brauchten. Ein letztes Abendessen und ein Weizen war dann auch das letzte fuer diesen letzten Abend on Tour. Mit 364 km reihte sich die zurueckgelegte Strecke des Tages in der Mitte der Tages-Etappen ein, was die gefahrenen km angeht.

 
Freitach:Packen, aufsitzen, etwas durchs Gelaende hieß es erstmal fuer den Vormittag des Tages, bis wir uns dann entschlossen, "einige" km die Autobahn zu nehmen, wieder ins Gelaende ueber die B19, die B29 an Backnang vorbei, dann angesichts der Stellung der beiden Zeiger auf dem Zeiteisen erneut auf die A81 zu wechseln, uns kurz aus den Augen zu verlieren und bei Mannheim die letzten km der Tour wieder gemeinsam nach Hause zu fahren, was auch so kurz nach 16 Uhr und nach 441 km der Fall war.
 
 
hier n paar Bilder

 
smitti63@gmx.de
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Fazit: Sardinien ist es wert, dort einen oder auch mehrere Mopped-Urlaube zu verbringen, 
der Zustand der Strassen ist hervorragend (Ausnahmen gibts natuerlich immer und ueberall); 
Korsika ist lohnenswerter, was Strassenfuehrung angeht, wenn auch der Zustand teilweise stark zu wuenschen uebrig laesst.
beides zu verbinden ist keine schlechte Idee, wenn man fuer jede Insel mindestens ne Woche Zeit hat.
auf Korsika war ich bestimmt nicht das letzte Mal gewesen.