= =  kleine Alpen-Tour mit der NTV  = = 

 
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Da ich seit kurzem (knapp 4 Wochen) im Besitz des FS der Klasse A und auch erst seit diesem Zeitpunkt Besitzer einer Honda NTV bin, waren einige freie Tage Anfang September geradezu geeignet, um mit dem Teil mal etwas in der Gegend Rum zu gondeln. Als Ziel hatte ich nix festes im Auge, aber die Alpen reizten mich schon seit laengerem.
Wir hatten zwar schon mal mit dem Roller eine Oberpfalz - Alpentour hinter uns gebracht, allerdings konnte meine Majesty die Alpen nicht bewundern, da sie noch in der Oberpfalz mit kapitalem Motorschaden schlapp machte. So konnte ich Zillertal unn Co. nur als Sozius erleben. Aber das aenderte sich ja jetzt.

Donnerstach:  Am 04.09 um 11:30 Uhr gings ueber die A 661 zur A5 los. Anschl. Stuttgart, Ulm, Kempten und dann bis kurz vor Fuessen lautete die Route. Mit der NTV gemuetlich im 120er Tempo ueber die Dosenbahn iss doch was anderes, als mit der 125er Majesty, die zwar auch 120 im Anschlag lief, aber das als Dauertempo nicht sonderlich gut vertrug, wie ich ja in Frankreich leidvoll feststellen durfte.
In Hopferau hatte ich schon etliche km Landstrasse hinter mir und dort machte ein kleiner Gasthof im Vorbeifahren einen netten Eindruck, dass ich nicht lange ueberlegte und direkt nach einem freien Zimmer fragte. Da 2 Zimmer, eines fuer mich und eines fuers Moped ;-)) frei waren, schleifte ich das Gepaeck in Form der 2 Seitenkoffer aufs Zimmer und erkundete die naehere Umgebung noch etwas mit dem Moped bei herrlichem Spaetnachmittaglicht.
Neuschwanstein war nur nen Katzensprung entfernt, allerdings war es doch schon zu spaet, um es noch einmal etwas genauer zu besichtigen.Neuschwanstein im Hintergrund So blieb nur ein Blick aus einiger Entfernung. Ein Biergarten lud dann noch zu einem erfrischenden Spezi ein, bevor ich mich auf den Rueckweg zum Gasthof machte, um hier kurz vor Schliessung der Kueche noch etwas Warmes zu essen. Anschliessend wurden die 480 km des Tages mit einigen Bieren aus der dortigen Gegend runtergespuelt und die Entscheidung zum "grossen Fuehrerschein", der seit jetzt knapp 4 Wochen in meiner Tasche steckte, begossen.


Freitach: Nach einem kraeftigen Fruehstueck ( Metzgerei im Hause) gings ueber Fuessen, Reutte zum Fernpass; anschliessend ueber Oetz, Soelden, zum am Timmelsjoch angelangtTimmelsjoch , Die Fahrt zum Gipfel war dann doch etwas anderes als sie mit dem Roller zu erfahren. Der Schwerpunkt ist bei beiden Varianten von Zweiraedern ja nun doch etwas anders gelagert und auch das gesamte Fahrverhalten kann als nicht gerade identisch bezeichnet werden. Womit ich keine von beiden schlecht machen will. Roller fahren ist super bequem, aber eben etwas vollkommen anderes.
Die Alpen sind aber auch nicht gerade das, was sich jeder "einfahren" von Mensch und Maschine aussuchen sollte; aber Kurven fahren muss man eh lernen, in der Fahrschule bekommt man ja nur beigebracht, dass es sowas schliesslich auch gibt, und die Praxis ist dann eben das "ab in die Alpen". Und ich sagte mir, je frueher, je besser! Wie dem auch sei, die Strassen hoch (und runter natuerlich auch) haben meist keine Leitplanken oder aehnliches, sondern es geht neben der Strasse einfach nur bergab.
Da ich aber nicht zur Fraktion der --Knieschleifer-- gehoere, bin ich einfach meinen Stiefel gefahren, wenn auch die Raser manches Mal hinter mir geflucht haben moegen. Es gab genug davon die nicht davor Halt machten, auch bei Gegenverkehr noch Autos zu ueberholen, um nicht den Anschluss an die vorn fahrenden Kumpels zu verlieren, da man ja sonst 10 Sekunden spaeter oben angekommen waere und als "NichtinderKurveueberholendes-Weichei" beschimpft worden waere.

Oben angekommen wurde sich erst mal etwas zur Staerkung einverleibt, um danach noch etwas die Aussicht auf die Gipfel sowie die an- und abfahrenden Mopeds zu geniessen. Abwaerts gings auch nicht schneller als hoch und so haette ich mir uU auch hier manchen Kommentar der Heizer anhoeren koennen. Aber ich bin hierher gekommen um auch etwas von der Landschaft zu sehen und nicht nur um den Berg "ruff unn runner" zu rasen.(evtl noch das Moped mit dem Haenger bis hierher gebracht, 20x rauf und runter und dann wieder auf dem Haenger heim; aber dann erzaehlt: ich war mit dem Moped in den Alpen)
an der ital. GrenzeJedenfalls stand Italien fuer diesen Tach noch auf dem Plan, um wieder Richtung Innsbruck zu gelangen. Bevor ich Innsbruck Hallo sagen konnte, gings noch ueber den Jaufenpass und den Brenner um schliesslich wieder oesterreich und dann Innsbruck zu erreichen.
Die Innsbruck-Info, an der ich vorbei kam, nahm ich dankend in Anspruch um ein Quartier zu finden. Die erste Adresse, bei der fuer "a Oanzelzimmae unn a Garaschen fuers Modoorraadl" nachgefragt wurde, hatte ein Zimmer unn ne Garage frei und ne halbe Stunde spaeter stand das Moped mit 305 km mehr als am Morgen in eben jener Garage und ich unter der erfrischenden Dusche im Gasthaus. Danach noch ne halbe Stunde Ruhe und der Rest des Abends in Form von Abendessen und zwei netten Lokalen in der Innsbrucker Altstadt nahm seinen Lauf.

    Samstach:  Wenn ich gewusst haette, was mir an diesem Tag noch bevor stand, ich glaube, ich waere im Bett geblieben!
Innsbruck verliess ich auf kuerzestem Weg wieder, um ueber Strass Richtung Zillertal zu fahren. Hier gings sehr gemuetlich voran, da in beiden Richtungen endlose Autoschlangen die Strasse dicht machten.
Diverse obskure Veranstaltungen, die sich die Gemeinden zur Erheiterung der Urlaubsgaeste einfallen liessen, sorgten in den Zivilistionsansammlungen fuer katastrophales Vorwaertskommen. In Zell hiess es dann ab Richtung Osten. Den Gerlos-Pass umfuhr ich, indem ich die alte Strasse unter die Raeder nahm. Schlechter Zustand waere noch geschmeichelt und die fuer Mopedfahrer recht gefaehrlichen Hinterlassenschaften der frei umher laufenden Tiere mitten auf der Strasse sorgten fuer recht langsames weiterkommen auf der teilweise mit bis zu 17% abschuessigen Strasse.
Bei Mittersill gings Richtung Hohe Tauern um Felbertauern-Tunnelzuerst den Felbertauern-Tunnel zu passieren. Matrei und Lienz waren die naechsten Ortschaften, die eine Menge Zeit wegen Almabtrieb oder Schaf schoarn kosteten. So war es bereits spaeter Nachmittag, als ich die Grossglockner-Hochalpenstrasse erreichte, an der trotz des nicht gerade guten Wetters reger Verkehr herrschte. Da seit dem Fruehstueck doch schon einige Zeit vergangen war, legte ich hier einen etwas laengeren Stopp ein, um mich etwas zu staerken und mir die Beine zu vertreten. Grossglockner-Hochalpenstrasse
Die Auffahrt auf der Grossglockner-Hochalpenstrasse iss ja ganz nett
, aber weshalb sie sooo hoch gelobt wird, verstehe ich ehrlich gesagt nicht. Noch dazu die hohe Maut-Gebuehr. Aber man muss sie wahrscheinlich mal gefahren sein, um sich selbst ein Bild zu machen.Grossglockner-HochtorOben angelangt ist natuerlich der obligatorische Fotostopp ein Muss Dann ging es durch den kleinen Tunnel, um auf der anderen Seite die Abfahrt in Angriff zu nehmen.
Durch Bruck und dann noch ein paar km im Sattel bleiben (da die Wettervorhersage nicht Gutes fuer den naechsten Tag verhiess) hatte ich mir vorgenommen. Da es bereits hier unn da einige Tropfen regnete, schaute ich nicht mehr auf die Uhr und fuhr die naechste Tankstelle an. (was ja hier in oesterreich "nur" mit 88 Cent/Liter zu Buche schlaegt)Von da an ging es mit 5000 - 5500 Touren im 5.Gang in gutem Dauerreisetempo (die Heizer wuerden jetzt sagen: waas, bei dem seiner Dauerreisegeschwindigkeit schalt ich grad mal in den zweiten) wieder auf die Autobahn. Ich hatte soeben beschlossen, die letzten paar km auch noch in Angriff zu nehmen und so ging es an Schwarzach, Bischofshofen vorbei Richtung Salzburg.
Hier wurde die Richtung wieder radikal geaendert, um auf der A8 vorbei an Traunstein und Rosenheim die bayrische Landeshauptstadt anzusteuern. Eine kleine Rast wurde noch einmal kurz vor Muenchen eingelegt, um dem Sitzfleisch eine Pause zu goennen und meinem Magen etwas Gutes zu tun. Mittlerweile wurde es langsam dunkel und so entschied ich mich die letzte Etappe in Angriff zu nehmen. Auf der A9 ging es nun Richtung Nuernberg um von dort ueber Wuerzburg und Aschaffenburg endlich Frankfurt zu erreichen, wo ich dann (zugegeben recht spaet) eintraf. Die letzten 150 km brachte ich schon im Regen hinter mich, aber immer noch besser, als am naechsten Tach 600 km bei regnerischem Wetter auf der Autobahn zu verbringen.
So kamen letztendlich an diesem Tag gut 920 km zusammen.
Die Tour war zwar von der Zeit her gesehen, etwas kurz geraten, aber ansonsten ganz ok und es war bestimmt nicht das letzte Mal, dass ich hier in dieser Gegend Rum gondele. Allerdings gibt es so viele Ziele, die es lohnt anzusteuern, um ein paar Tage mit dem Moped dort umher zu irren, dass zuerst wahrscheinlich mal wieder ein anderer Teil von Deutschland erkundet wird. Im oestlichen Teil Deutschlands sind Gegenden, die es wert sind, mit dem Moped erkundet zu werden. Mal sehen, was der goldene Oktober noch so bringt.


 

written   09.09.03
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